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Sicherheit
Nach Zahlen der WHO sterben 1,2 Millionen Menschen jährlich an den direkten Folgen von Verkehrsunfällen. Alle Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zusammen haben dazu beigetragen, das sich die in einem Verkehrsunfall getöteten Personen (2003: etwa 6600) in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit Einführung der Statistik im Jahre 1953 bewegt.

Die Sicherheit der Insassen und potentieller Unfallgegner von Kraftfahrzeugen kann durch organisatorische, konstruktive oder persönliche Maßnahmen verbessert werden.
  • Zu den organisatorischen Maßnahmen zählen zum Beispiel: Verkehrslenkung (Straßenverkehrsordnung mit Verkehrsschildern oder etwas moderner durch Verkehrsleitsysteme), gesetzliche Regelungen (Gurtpflicht, Telefonierverbot), Verkehrsüberwachung und straßenbauliche Massnahmen.
  • Die konstruktiven Sicherheitseinrichtungen moderner Automobile lassen sich grundsätzlich in zwei verschiedene Bereiche eingliedern.
  • Passiven Sicherheitseinrichtungen sollen, wenn ein Unfall nicht zu vermeiden ist, die Folgen abmildern. Dazu zählen: Sicherheitsgurt, Überrollbügel, deformierbare Lenkräder mit ausklinkbaren Lenksäulen, Knautschzone, Seitenaufprallschutz, konstruktive Maßnahmen zum Unfallgegnerschutz
  • Aktiven Sicherheitseinrichtungen sollen einen Unfall verhindern oder in der Schwere herabsetzen. Beispiele: ABS, ASR, ESP, Airbag, Gurtstraffer
  • Persönliche Maßnahmen, wie defensives Fahren, korrektes Einhalten der Verkehrsvorschriften oder Training der Fahrzeugbeherrschung, beispielsweise bei einem Fahrsicherheitstraining helfen das persönliche Unfallrisiko zu vermindern.
Sicherheitskomponenten

Gurt
Bei Gurten mit einem Aufrollmechanismus muss derselbe bei einem Unfall automatisch und zuverlässig blockieren. Ein immer Verwendung findendes Prinzip ist, die Blockierung beim Überschreiten einer bestimmten Entrollgeschwindigkeit wirksam werden zu lassen. Üblicherweise hat dabei die Gurtrolle außen einen Zahnkranz, der sich in einem nach innen gerichteten Zahnkranz mit größerem Durchmesser frei dreht. Die Rolle wird mit Federkraft in der Mittellage gehalten und beim Reißen am Gurt von diesem gegen den äußeren Zahnkranz gedrückt und damit blockiert.

Zusätzlich gibt es meist noch einen weiteren Mechanismus, der eine Metallkugel enthält und auf der Schwerkraft und dem Prinzip der Trägheit beruht. Bei starker Schräglage des Fahrzeugs oder großen Beschleunigungen wird die Kugel aus der Ruhelage in einer Mulde getrieben, um über einen Hebelmechanismus die Blockierung auszulösen.

Airbag
Ein Airbag (auch Prallkissen; englisch wörtlich Luftsack) ist ein automatisch aufblasendes Kissen, das im Falle eines Verkehrsunfalls die Insassen eines Automobils vor Verletzungen schützen soll.

Die grundsätzliche Funktionsweise ist einfach: Eine Elektronik mit Beschleunigungsmessern löst die Zündung von festem Treibstoff (tatsächlich Raketentreibstoff) aus, wodurch ein Kissen aus Nylon äußerst schnell (ca. 10 - 40 Tausendstel Sekunden) aufgeblasen wird. Seit 1995 werden vermehrt, heute überwiegend, Gasgeneratoren ohne festen Treibstoff benutzt. Dadurch verringert sich die Abbremsung des Insassen während eines Unfalls. Der Nylonsack hat kleine Löcher, die der Gasfüllung erlauben, langsam zu entweichen während der Insasse dagegen gedrückt wird.

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